Fröhliche Weihnachten 🎅🏽 🎄 🎁

So feiern die Amerikaner Weihnachten und ich war mitten drin 🤗

Fröhliche Weihnachten und einen wunderbaren Start in das Jahr 2017 wünsche ich euch!

2016 geht zu Ende, das Jahr in dem mein großes Abenteuer angefangen hat und nun ist es wohl tatsächlich bald schon wieder vorbei. Viele Bekannte und Freunde  runden bei 5 Monaten auf und sagen, dass es ja noch ein ganzes halbes Jahr ist. Ich allerdings sehe die 8 wunderbaren Monate, die hinter mir liegen, all die Erlebnisse mit Höhen und Tiefen und doch so vielen Millionen Erinnerungen. Vor genau einem Jahr habe ich den ganzen Abenteuer hier entgegengefiebert und konnte es kaum erwarten, mir endlich diesen riesen Traum zu verwirklichen. Und um so näher das „Ende“ kommt, desto mehr wird mir bewusst, was ich allein an all diesen Monaten gewonnen habe. Trotz all dem kann ich es kaum erwarten wieder nach Hause zu kommen. Ich habe schon die nächsten Pläne, die an dieser Stelle noch nicht ganz spruchreif sind, aber eines Tages sicher ihren Platz auf meinem Blog finden werden und dann wären da noch all meine Freunde und Familie die ich schrecklich vermisse..
Kommen wir nun aber mal eben zu einem anderen Thema: wie feiern die USA eigentlich Weihnachten?

Natürlich kommt es immer auf die ganz persönlichen Traditionen und auf die der Gastfamilie an, aber meine Weihnachten von zuhause in Buxtehude sind im Vergleich zu den Weihnachten in meiner Gastfamilie ziemlich gleich. Was das ganze Heimweh gedöns wohlmöglich um einiges leichter gemacht hat. An das Umfeld habe ich mich ja schon gewöhnt und wenn dann auch noch das Essen wie zuhause schmeckt, kann da eigentlich nichts schief gehen. Ich habe zudem auch noch mit ganz persönlichen „Kochkünsten“, wie Rotkohl und Knödeln, zum deutschen Touch beigetragen.

24. Dezember 
So, nun aber der Reihe nach! Der 24. Dezember ist, wie bei uns der heilige Abend, eigentlich ein ganz normaler Tag mit etwas Tradition am Abend. Da ich nicht das erste deutsche Au pair bin, meine Gasteltern  auch eine kleine Leidenschaft für deutsche Weihnachtsmärkte entwickelt haben und es in Philadelphia einen deutschen Christmasmarket gibt, sind wir am Vormittag mit dem Auto nach Philly rein und ich habe einen Becher Glühwein und Bratwust bekommen. 😍 wirklich etwas Heimat. Da das Wetter leider nicht so ganz mitgespielt hat, sind wir nach ca 45 Minuten wieder nach Hause aufgebrochen. Gelohnt hat es sich für mich aber in jedem Fall!! 

 

Am Nachmittag ging es mit der ganzen Familie in die Kirche zum Kindergottesdienst, weil meine Große im Kinderchor singt. Das war auch ziemlich nah an deutscher Tradition. (Die Happy Voices haben mir gefehlt, aber sonst ziemlich das selbe).

Nach der Kirche  hat meine Gastfamilie ganz traditionell Pizza bestellt. Dies etablierte sich vor einigen Jahren im Elternhaus meines Gastvaters – aufgrund seines Nebenjobs (wegen College) in einer Pizzaria und ganz viel unverkaufter leftover Pizza an Christmas Eve. Zu Pizza und Bier („deutschem“ Oktoberfest Bier, gebraut in Long Island, NY) gab es zwei wunderbare Weihnachtsfilme und dann war auch schon Schlafenszeit, denn hier durfte niemand wach sein, wenn Santa durch den Kamin klettert und die Geschenke unter den Baum legt.

Da Kamin und Baum bei uns in verschiedenen Räumen waren, haben wir Santa kurze hand ein paar Wegweiser gebastelt und natürlich gibt es auch für den amerikanischen Weihnachtsmann ein paar Kekse und Milch.


25.Dezember
Am nächsten Morgen sind dann schon um 7 alle aufgeregt durch das Wohnzimmer gelaufen, um den so genannten „Pickel“ zu finden (für mich ist das immer noch eine Gurke, aber nehmen wir das mal so hin) meine Große musste mich dann auch noch aufklären, dass diese Tradition aus Deutschland kommt, ich allerdings habe davon noch nie gehört – ihr etwa?
Falls nicht: Ein „Pickel“ ist ein Christbaum Ornament, was vor dem Geschenke auspacken im Raum versteckt wird. Wer den „Pickel“ findet, darf das erste Geschenkt vom Weihnachtsmann öffnen.
Ich bin nur so durch die Gegend gewandert, während meine Große das komplette Wohnzimmer auf den Kopf gestellt hat und trotzdem habe ich ihn gefunden 💁🙌
Und nein, ich habe nicht versucht das zu überspielen – etwa den Kindern zur liebe – ich habe es frei zugegeben, weil das ganze schon 15 Minuten gedauert hat. Ich wollte nun nicht alle Tradition brechen und die Geschenke erst am 26. Dezember öffnen.
Dann bekam ich also das allererste Geschenk. Welches in diesem Fall allerdings nicht von“Santa“ war, sonder „for Anni, from Texas“. Meine Gastmama ist Leidenschaftlicher Football fan von den Dallas Cowboys. Ich bekam also zu Weihnachten einen super coolen „Cowboys“ Pulli, den ich total liebe! Da die Cowboys diese Saison sogar richtig gut sind, gar kein schlechter Fang 😃💪

Danach war natürlich die ganze Familie mit auspacken dran. Das ganze zog sich so über eine Stunde, was für  meine Verhältnisse sehr schnell ist. Die Kinder haben super coole, unterschiedliche Dinge bekommen und besonders der Kleine hat jedes einzelne sofort inspiziert (und im ganzen Haus verteilt) beide großen waren super happy und sogar Babygirl hat ein paar Mal gelächelt.

Alle Geschenke aufzuzählen wäre an dieser Stelle waaaay to much, also hier einfach ein Foto von den wunderbaren Geschenken, die mir mein amerikanisches Christmas beschert hat. 🤗☺️blog-tauglich

Natürlich war so früh am Morgen noch niemand umgezogen, sondern noch im Schlafanzug. Das allerdings hat sich im Laufe des gesamten Tages nicht geändert. (Außer bei dem 2 jährigen, denn der ist immer noch im Töpfchen Training und das ging bereits am Morgen einige Male in die Hose)
Nach dem Geschenke auspacken, etwas Rührei und Bacon Brunch ging es dann auch schon in die Küche zum Festmal kochen. Wie bereits erwähnt, habe ich mich an Rotkohl und Klößen versucht und das ist sogar nicht nur bei mir richtig gut angekommen. Die Oma hat sogar nach dem Rezept gefragt. 🙈

Der Dinnertable hatte keine großen Unterschiede zu Thanksgiving, trotzdem wurde das Essen insgesamt für schmackhafter befunden. YAMM!
Etwas Putenbraten, etwas Beef, Stuffing, Kartoffelpüree, Rotkohl, Klöße.. ziemlich deutsch!


Und anschließend musste natürlich noch ein kleiner Plausch mit Deutschland und Famle her 

26. Dezember
Ein ganz normaler Tag!!!
Für uns Deutsche unvorstellbar, für Amerikaner ganz normal. Ich war also wieder in der Mall und habe mir ein persönliches Weihnachtsgeschenk gemacht. Darf ich vorstellen, mein neues Spielzeug.

Fazit: Das war dann also auch schon Weihnachten in den USA. Für meine Verhältnisse etwas langweilig und unspektakulär im Vergleich zu Deutschland. Es gibt zwar für Kinder sehr sehr viele Geschenke, dafür bekommen die aber hier auch nur 2-3 Teile zum Geburtstag. Da habe ich das lieber gleichmäßiger verteilt. Ein Fest der Familie war es nun auch nicht wirklich. Nun bin ich auch Deutschland allerdings auch wirklich Großfamilie gewohnt, weil wir alle sehr nah zusammen wohnen, sehen wir über die Feiertage wirklich jeden Teil der Familie und sie immer unterwegs. Das hat mir persönlich dieses Jahr etwas gefehlt. (Wobei ein Jahr Ruhe auch mal nicht schlecht war 🙈❤️) Traditionen aus den USA werde ich trotzdem nicht mit nach Hause bringen, weil Deutschland eindeutig die USA übertrifft. 

onelittlesandlife ♡

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